Premierenlesung am 28. Oktober
Veröffentlicht am 29.09.2026
Regionale Geschichte, die lebendig wird
Gabriele Bagge liest in der Heimatbibliothek aus dem vierten Band ihrer historischen Familiensaga.
Die Heimatbibliothek für das Oldenburger Münsterland versteht sich längst nicht mehr nur als Hüterin von Büchern und Medien über die Region, sondern auch als lebendiger Veranstaltungsort, der den literarischen Stimmen von hier Raum und Gehör schenkt. Eine dieser prägenden Stimmen ist Gabriele Bagge. Die gebürtige Vechtaerin kehrt jeden Oktober an den Ort ihrer Kindheit zurück, um dem Publikum den neuesten Teil ihrer fortlaufenden Familiensaga vorzustellen.
Wenn eigene Ahnen zu Romanfiguren werden
Das Besondere an Bagges Werken ist der reale Kern: Ihre rzählungen basieren auf den Spuren ihrer eigenen Vorfahren und entführen die LeserInnen ins ausgehende 18. und frühe 19. Jahrhundert – an historische Schauplätze wie Vechta, Diepholz, Münster und Oldenburg. Hinter dieser authentischen Zeitreise steckt eine enge Zusammenarbeit in der Familie. Bei der Recherche für ihre Bücher steht der Autorin ihre Schwester Mechthild Schröer zur Seite, die sich ehrenamtlich in der Heimatbibliothek engagiert. Als Expertin für Familienforschung hat sie den umfassenden Stammbaum für die Saga erarbeitet und nutzt dabei nicht zuletzt die Bestände der Heimatbibliothek.
Ein Abend für alle Sinne: Premierenlesung in Vechta
Mit dem vierten Band „Was gestern noch galt“ hat das Warten für Fans nun ein Ende. Am 28. Oktober stellt Gabriele Bagge ihr neuestes Werk erstmals vor. Damit auch Neueinsteiger mühelos mitreisen können, skizziert die Autorin zu Beginn kurz die bisherige Reise des Protagonistenpaares Sophia Mohr und Anton Auling, bevor sie tiefer in die neuen Kapitel eintaucht. Eine Lesung mit Gabriele Bagge ist dabei traditionell ein Gesamterlebnis, denn Fotografien der historischen Orte schlagen eine direkte visuelle Brücke in die Vergangenheit. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht zudem die Möglichkeit, persönlich signierte Exemplare der Familiensaga zu erwerben.
Die Familiensaga im kurzen Überblick
Band 1 – Bevor der Herbst kommt:
Im Jahr 1783 nimmt das Schicksal seinen Anfang. Sophia wächst in der väterlichen Perückenwerkstatt in Diepholz auf, während der Münsteraner Steinmetzsohn Anton das Goldschmiedehandwerk erlernt und sich anschließend auf Gesellenwanderung begibt.
Band 2 – Ewig ist so lang:
Anton wandert von Vechta über Bremen und Hamburg bis nach Lübeck. Währenddessen versucht Sophia, sich in Oldenburg eine eigene Existenz aufzubauen – ein Vorhaben, das ihr Bruder Gottlieb durchkreuzt.
Band 3 – In gewissem Grade glücklich:
Das Paar hat sich verlobt. Doch der gemeinsamen Hochzeit steht noch Antons ausstehende Meisterprüfung im Weg.
Band 4 – Was gestern noch galt:
Der nun erscheinende vierte Band setzt im Jahr 1802 an: Anton hat seine Meisterprüfung bestanden und übernimmt eine kleine Goldschmiedewerkstatt in Vechta. Während er voller Zuversicht an der Zukunft baut, träumt Sophia von eigenen Kreationen und dem Vertrieb ihres selbst entworfenen Haarschmucks. Doch die historische Realität holt das junge Glück schnell ein: Die napoleonischen Kriege erschüttern Europa; Truppeneinquartierungen, Hunger und Not greifen um sich. Während die alte Ordnung zerbricht, müssen Sophia und Anton nicht nur um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen, sondern auch um ihren Zusammenhalt und ihre Hoffnungen auf ein gemeinsames Leben.
Fotos: Heimatbibliothek für das Oldenburger Münsterland





