RASTAs "Alte Herren" wirds Deutschlands Vizemeister
Veröffentlicht am 30.06.2026
RASTAs Ü40 verpasste vor heimischem Publikum den ersten deutschen Meistertitel und unterlag im Finale dem FC Bayern München.
Die Landes- und die Norddeutsche Meisterschaft hatten sie in dieser Saison bereits gewonnen, dazu im Ligaalltag ungeschlagen Platz 1 in der Regionsliga erobert. An diesem Wochenende wollte RASTAs Ü40 nun auch erstmals in der Klubgeschichte die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Dirk Mädrich, Brandon Thomas und Co. schafften es vor heimischem Publikum auch ins Finale. Dort musste man sich aber dem zu starken FC Bayern München, der seinen dritten Titel in Serie holte, geschlagen geben.
Für die von Michael Canisius trainierte Spielgemeinschaft aus Vechta, Quakenbrück und vom Bürgerfelder TB aus Oldenburg begann die Endrunde am Samstag mit einem überragend aufgelegten Brandon Thomas. In den ersten fünf Minuten des Spiels gegen die MSG Breitengüßbach netzte der Ex-Profi (304 BBL-Spiele) fünf Dreier ein. Damit war der Grundstein für den 64:53-Auftaktsieg gelegt, RASTA hatte insgesamt zwölf Dreier getroffen. Neben Thomas hatte auch Timo Dietzler zweistellig gescort (14.).
Das zweite Samstagspiel des Canisius-Teams wurde dann zum Nervenspiel. RASTA traf gegen die MSG Völklingen im Gegensatz zum ersten Spiel kaum von außen, lag 9:20 zurück. Nach dem Seitenwechsel gelang u.a. dank sechs Punkten in Serie von Martin Gummersbach ein 10:0-Lauf zum 36:34. RASTA ging sogar mit 42:36 in Führung. Doch dieser Zwischenspurt hatte einiges an Kraft gekostet. MSG Völklingen konterte, kam zu einer 49:46-Führung. Gintaras Grigisas-Elberfeld schaffte per Dreier noch den Ausgleich (49:49), am Ende aber verlor RASTA mit 50:51.
So schauten die Vechtaer ganz genau hin, als am Sonntagmorgen die MSG Breitengüßbach und die MSG Völklingen aufeinander trafen. RASTA konnte sich über einen knappen Sieg der Breitengüßbacher freuen, so dass im abschließenden Spiel gegen die MSG Paderborn/Salzkotten ein Sieg reichen würde, um das Finale zu erreichen. Nach einer ausgeglichnen 1. Halbzeit (32:34) drehte erneut Brandon Thomas auf, traf im 3. Viertel vier Dreier. Und weil Dirk Mädrich in diesem Abschnitt ebenfalls auftrumpfte (acht Punkte) setzte sich das Canisius-Team auf 57:42 ab. Ein Aufbäumen des Vizemeisters von 2025 zum 52:60 kam zu spät, RASTA zog durch das 63:55 ins Endspiel ein.
In dem wartete der mit Steffen Hamann und Jan Jagla exzellente besetzte Titelverteidiger - und rund 500 Zuschauer im RASTA Dome. Die Gastgeber kamen mit fünf Dreiern in den ersten zehn Minuten (ein Viertel dauerte sieben Minuten) zu einer 21:20-Führung. Doch noch vor der großen Pause kassierten die Vechtaer u.a. neun Punkte von Jagla zu einem 21:35-Rückstand. Bayern dominierte auch im 3. Viertel (23:12) und brachte den Sieg im Schlussabschnitt souverän über die Zeit. RASTA gab zwar alles, aber selbst ein 17:3-Lauf zum 50:66 brachte die Münchner nicht in Gefahr.
"Samstag hatten wir ein paar Körner gelassen und dann trotz einer Siegchance gegen Völklingen verloren. Am nächsten Tag war es gegen Paderborn dann eine starke Leistung, was der Spielverlauf auch wiedergibt. Gegen Bayern haben wir dann im 1. Viertel noch mitgehalten, dann aber Kraftprobleme bekommen. Die Kulisse war super!", so Michael Canisius.
Im Kader von Head Coach Michael Canisius für die Deutsche Meisterschaft standen Hanno Breitenbach (Punkte: 3/0/3/1), Gintaras Grigisas-Elberfeld (0/12/4/6), Timo Dietzler (14/4/4/12), Frederik Pilgrim (4/0/3/0), Jens Tepe (4/0/0/0), Brandon Thomas (20/5/20/9), Alexander Drees (ohne Einsatz), Dirk Mädrich (4/17/20/22), Martin Gummersbach (9/8/5/0), Lauris Heisen (3/2/5/3), Mario Tummescheit (2/0/DNP/0), Vasilij Rhode (0/DNP/0/0), Kai Holzenkamp (ohne Einsatz) und Andreas Brümmer (1/1/0/1).
Foto + Text: RASTA Vechta









