Stadtblick: Thomas Stransky

Stadtblick: Thomas Stransky

Veröffentlicht am 01.06.2026


Thomas Stransky setzt sich seit Jahrzehnten für Verkehrssicherheit im Landkreis Vechta ein. Besonders wichtig sind ihm Prävention, Aufklärung und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr.


Herr Stransky, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Berührungspunkt mit der Verkehrssicherheitsarbeit?

Thomas Stransky: Das Thema Verkehrssicherheit hat mich schon früh beschäftigt. Besonders die Arbeit mit unterschiedlichen Altersgruppen und die Frage, wie man Verkehrsregeln verständlich, spannend und nachhaltig vermitteln kann, haben mein Interesse geweckt. Daraus entstand nach und nach die Motivation, mich intensiver für Verkehrssicherheitsarbeit einzusetzen.

Was hat Sie damals motiviert, sich bei der Verkehrswacht zu engagieren?

Thomas Stransky: Mich hat vor allem der Gedanke motiviert, aktiv etwas für die Sicherheit von Menschen tun zu können. Verkehrssicherheitsarbeit bedeutet Prävention, Aufklärung und Verantwortung. Mir ist es wichtig, Wissen zu vermitteln und dazu beizutragen, Unfälle zu vermeiden und Menschen für sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Was würden Freunde oder Wegbegleiter über Sie sagen?

Thomas Stransky: Ich glaube, sie würden sagen, dass ich ein Mensch bin, der gerne gestaltet, Verantwortung übernimmt und nicht locker lässt, wenn ihm etwas wichtig ist. Allerdings fordere ich das häufig auch von meinen Mitstreitern ein, was zu Konflikten führen kann.

Wie hat Ihre berufliche Erfahrung bei der Polizei Ihre Arbeit in der Verkehrswacht beeinflusst?

Thomas Stransky: Während meiner Dienstzeit bei der Polizei hatte ich viele Einblicke in die Realität des Straßenverkehrs - leider auch in die häufig schwerwiegenden Folgen von Unachtsamkeit oder Regelverstößen bis hin zu tödlichen Verkehrsunfällen. Dadurch ist mir noch bewusster geworden, wie wichtig gute Mobilitätserziehung und Präventionsarbeit sind. Diese Erfahrungen bringe ich bis heute in die Arbeit der Verkehrswacht ein, um Menschen frühzeitig für sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Gab es Projekte oder Aktionen, die Ihnen persönlich besonders am Herzen lagen? Gab es einen Einsatz oder Vorfall, der Ihre Sicht auf Verkehrssicherheit nachhaltig verändert hat?

Thomas Stransky: Zunächst die Umsetzung des Projektes "Überschlagsimulator". Leider haben wir diesen zwischenzeitlich abgegeben, da es keinen Nachwuchs an Moderatoren gab und kaum noch Jemand die erforderliche Fahrerlaubnis besitzt, um den Anhänger bewegen zu dürfen. Als zweites der "Unfallwagen". Dieser ist noch heute im Einsatz und zeigt "eindrucksvoll" und "erlebbar" die schwerwiegenden Folgen der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss.

Was war in Ihrer Zeit die größte Herausforderung für die Verkehrssicherheit im Landkreis Vechta?

Thomas Stransky: Die finanzielle Unterstützung der Kommunen und des Landkreises Vechta. Dieses hat sich glücklicherweise in den letzten Jahren enorm verbessert!

Welche Momente sind Ihnen emotional besonders in Erinnerung geblieben?

Thomas Stransky: Rückmeldungen von Teilnehmern die an einem Sicherheitstraining teilgenommen haben und "erlernte" Techniken umgesetzt haben und dadurch nach eigenen Angaben schwere wenn nicht sogar tödliche Unfälle verhindert haben.

Die Dankbarkeit/positive Rückmeldung von Teilnehmern wenn sie für sich einen "Sicherheitsgewinn" erfahren haben. Verkehrssicherheit heute

Die Aktion "Licht an" hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Wie entstehen solche Ideen?

Thomas Stransky: Viele Ideen entstehen aus Beobachtungen im Alltag und aus der Frage: Wie können wir Menschen für Verkehrssicherheit begeistern und gleichzeitig wichtige Botschaften nachhaltig vermitteln?

Welche Aktion würden Sie gerne noch einmal neu auflegen oder weiterentwickeln?

Thomas Stransky: Zur Zeit läuft die Aktion "Sicher durch den Straßenverkehr mit Verdie" an. Hier erklärt der Verkehrsigel Verdie (Maskottchen der Kreisverkehrswacht Vechta e.V) kindegrecht das Verhalten im Straßenverkehr.

Es wurden dafür eigene Verkehrsschilder, Banner und Flyer entwickelt. Zur Zeit entstehen ein Verkehrssong und ein Video.

Wie hat sich der Moment angefühlt, zum Ehrenvorsitzenden ernannt zu werden?

Thomas Stransky: Ich habe immer angekündigt, dass ich in dem Jahr meiner Pensionierung den Vorsitz abgeben werde- von daher konnte ich mich lange genug vorbereiten. Über den "Ehrenvorsitzenden" habe ich mich sehr gefreut. Im Februar habe ich den aktiven Vorsitz wieder übernommen.

Welche Zukunft sehen Sie für die Verkehrswacht in den kommenden zehn Jahren?

Thomas Stransky: Die Verkehrswacht wird auch in den kommenden zehn Jahren eine wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit spielen. Mobilität verändert sich - neue Technologien, digitale Entwicklungen, E-Mobilität und neue Verkehrsformen bringen Chancen, aber auch neue Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger wird es sein, Menschen aller Altersgruppen für sicheres und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Präventionsarbeit, Mobilitätserziehung und Aufklärung werden deshalb weiter an Bedeutung gewinnen. Die Verkehrswacht muss sich mit den Veränderungen weiterentwickeln - mit modernen Angeboten, neuen Ideen und dem klaren Ziel, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu stärken.

Wie wichtig ist ehrenamtliches Engagement heute noch?

Thomas Stransky: Ehrenamtliches Engagement ist heute wichtiger denn je. Gerade im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit ist das Ehrenamt ein wichtiger Baustein, um Menschen zu erreichen, Wissen zu vermitteln und Prävention nachhaltig zu stärken. Allerdings wird es auch für die Kreisverkehrswacht Vechta e.V. immer schwieriger Ehrenamtliche zu finden.

Daher : Wer Lust und Zeit hat ist bei uns gerne willkommen!

Welche Botschaft möchten Sie jungen Verkehrsteilnehmern mitgeben?

Thomas Stransky: Seid aufmerksam, lasst euch nicht ablenken und nehmt Rücksicht auf andere. Sicherheit im Straßenverkehr beginnt bei jedem Einzelnen. Regeln sind nicht dazu da, um einzuschränken - sie helfen dabei, dass alle sicher ankommen.


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