Stadtblick: Melissa Meier
Veröffentlicht am 05.05.2026
Moin sagt man hier. Melissa Meier ist seit Februar 2026 bei Moin Vechta und hat die Geschäftsführung als Elternzeitvertretung von Maleen Kordes übernommen. Moin Vechta setzt sich dafür ein, dass Vechta lebendig und attraktiv bleibt. Der Verein ist ein Stadtmarketingverein, bei dem neben Unternehmen auch Privatpersonen mitwirken können. Gemeinsam werden Projekte entwickelt, um die Innenstadt aktiv zu gestalten.
Wie bist du ehrenamtlich aktiv und was gefällt dir daran?
Melissa Meier: Ich bin bei der Freiwilligen Feuerwehr Lutten und bei den Maltesern aktiv. Dort bin ich in Visbek als Ausbilderin für Erste Hilfe und im Schulsanitätsdienst tätig, außerdem als Rettungssanitäterin in der Schnell Einsatz Gruppe und im Katastrophenschutz. Zusätzlich war ich Diözesanjugendsprecherin im Offizialatsbezirk Oldenburg und Ansprechpartnerin für Jugendgruppen.
Besonders gefällt mir die Gemeinschaft. Man kann sich immer aufeinander verlassen. Dazu kommt die Mischung aus Verantwortung und Abwechslung, weil kein Einsatz gleich ist. Auch als Ausbilderin ist es schön zu sehen, dass Wissen im Ernstfall wirklich hilft. Gleichzeitig lernt man selbst ständig dazu, weil jede Situation neue Erfahrungen bringt.
Was bedeutet Ehrenamt für dich?
Melissa Meier: Ehrenamt bedeutet Verantwortung zu übernehmen und etwas zurückzugeben. Ich erlebe viele verschiedene Ebenen und Perspektiven, von der lokalen Arbeit bis zu überregionalen Treffen. Besonders die Bundesjugendversammlungen sind bereichernd, weil man dort unterschiedliche Ansätze kennenlernt und gemeinsam Lösungen entwickelt. Diese Erfahrungen helfen mir auch im Beruf, weil sie den Blick für andere Perspektiven öffnen. Gemeinschaft ist dabei ein zentraler Wert und oft auch der Grund, warum Menschen lange dabei bleiben.
Was würden andere vielleicht nicht über dich vermuten?
Melissa Meier:
Ich mag sowohl Trubel als auch Ruhe. Ich bin gerne mitten im Geschehen, wenn Projekte entstehen und Dinge vorangehen. Genauso wichtig sind mir aber ruhige Momente beim Lesen, Spazierengehen oder einfach im Garten. Diese Balance ist für mich wichtig, weil ich daraus Kraft ziehe. Ich bin kein Entweder oder Typ, sondern brauche beides.
Was möchtest du bei Moin Vechta erreichen?
Melissa Meier: Ich wünsche mir eine Innenstadt, die lebendig, einladend und kreativ ist. Sie soll nicht nur Einkaufsort sein, sondern ein Ort zum Treffen, Verweilen und Erleben. Mir ist wichtig, dass wir neue Ideen ausprobieren und mutig bleiben. Nicht alles muss sofort perfekt sein, aber wichtig ist, dass man sich weiterentwickelt und gemeinsam neue Wege geht.
Was gefällt dir an den Projekten?
Melissa Meier: Am meisten gefällt mir der kreative Prozess. Aus einer Idee wird Schritt für Schritt etwas Sichtbares. Besonders spannend ist, dass sich Projekte oft erst im Verlauf richtig entwickeln. Im Team wird diskutiert, geplant und angepasst. Herausforderungen führen dabei nicht selten zu besseren Lösungen.
Ein gutes Beispiel ist die Vechta schenkt Karte. Sie wird als Gutschein und auch für Mitarbeitervorteile genutzt. Das Geld bleibt in Vechta und stärkt den lokalen Handel. Gleichzeitig entdecken Menschen neue Geschäfte oder Angebote in der Stadt, die sie vorher nicht kannten. So entsteht zusätzlicher Mehrwert für die gesamte Innenstadt.
Was wird an deiner Arbeit unterschätzt?
Melissa Meier: Oft wird unterschätzt, wie viel Abstimmung notwendig ist. Viele verschiedene Interessen müssen zusammengebracht werden, von Handel über Gastronomie bis zu Vereinen und Stadt. Von außen sieht man meist nur das fertige Ergebnis oder die Veranstaltung. Der Weg dorthin besteht aber aus vielen Gesprächen, Planungsschleifen und Abstimmungen.
Wie war das Frühjahrserwachen für dich?
Melissa Meier: Es war meine erste Veranstaltung bei Moin Vechta. Anfangs war ich natürlich etwas nervös. Umso schöner war es, dass am Ende alles gut funktioniert hat. Die Zusammenarbeit mit der Stadt war sehr angenehm und eng abgestimmt. Das Frühjahrserwachen ist noch ein junges Format, aber die Resonanz war bereits sehr positiv. Viele Besucher kamen in die Innenstadt und haben das Angebot genutzt. Besonders schön war es zu sehen, wie die Stadt belebt wurde und Menschen sich getroffen und Zeit verbracht haben.
Was ist der Stadtmarkt Vechta?
Melissa Meier: Der Stadtmarkt ist ein digitaler Marktplatz für lokale Händler. Er verbindet Online Shopping mit regionalem Einkaufen. Kunden können Produkte online entdecken, bestellen und entweder abholen oder sich liefern lassen. Innerhalb von Vechta erfolgt die Lieferung auch klimafreundlich per Lastenrad. Für Unternehmen ist der Stadtmarkt ein digitales Schaufenster, das neue Sichtbarkeit schafft. Gleichzeitig stärkt er die regionale Wirtschaft und sorgt dafür, dass Kaufkraft in der Stadt bleibt.
Gibt es etwas, das viele nicht wissen?
Melissa Meier: Viele kennen das Programm Vechta punktet nicht. Damit sammelt man beim Einkaufen Punkte, die einen direkten Wert haben und später eingelöst werden können. Außerdem sind die Vechta schenkt Gutscheine wiederverwendbar. Nach der Nutzung können sie erneut in Umlauf gebracht werden, was nachhaltig ist und Ressourcen spart. Beide Systeme zeigen, wie einfach regionale Unterstützung im Alltag sein kann.
Termin-Tipps:
18.05. Moin Gärten & Blumenampeln
01.06.-31.08. Schlemmerzeit
20.06. Lebendiges Schaufenster
03.07., 07.08., 04.09. Summer in the City
05.-06.09. Vereinstag mit Verkaufsoffenem Sonntag und Brückenlauf
25.10. Thomasmarkt und Verkaufsoffener Sonntag
28.11. Langer Einkaufsabend bis 20 Uhr








