Stadtblick: Kristian Kater
Veröffentlicht am 19.12.2025
Kristian Kater ist seit 2019 Bürgermeister der Stadt Vechta. Er kennt seine Heimatstadt in- und auswendig - und das spürt man. Mit viel Engagement, Offenheit und Bodenständigkeit setzt er sich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein.
Ob Stadtentwicklung, Bildung oder nachhaltige Mobilität - Kater versteht es, die Zukunftsthemen anzupacken: pragmatisch, nahbar und mit einem klaren Blick für das Machbare. Dabei verliert er nie den Kontakt zu den Menschen und genau das zeichnet ihn aus.
Was bedeutet Ihnen Vechta persönlich?
Kristian Kater: Vechta ist einfach meine Heimat. Ich verbinde mit Vechta eine unbeschwerte Kindheit, großartige Menschen und das Gefühl, dazuzugehören. Und genau so sollen auch unsere Kinder hier aufwachsen - mit Erinnerungen, die man ein Leben lang behält.
Gibt es einen Ort in Vechta, den kaum jemand kennt, den Sie aber lieben?
Kristian Kater: Ich liebe es zu Hause zu sein. Es gibt zwar immer etwas zu tun, aber zu Hause ist es einfach am schönsten. In der Stadt selbst gibt es viele schöne Orte.
Ich denke da an den Füchteler Wald, an unsere Innenstadt mit den vielen Geschäften und Gastronomie und natürlich den Stoppelmarkt - insbesondere im August. In Vechta ist immer was los, ob beim Kuchenessen im Café oder beim Bummeln in der Innenstadt. Vechta ist immer lebens- und liebenswert.
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Freude?
Kristian Kater:
Am meisten freut mich, dass wir?mit unseren Entscheidungen?gemeinsam Dinge bewegen und Vechta weiter voranbringen. Und natürlich die vielen unterschiedlichen Begegnungen, die ich in meiner Funktion als Bürgermeister so erleben darf.
Gab es etwas, das Sie an Ihrem Job überrascht hat, als Sie angefangen haben?
Kristian Kater: Tatsächlich war ich überrascht, wie schnell ein Tag vorbeigehen kann. Es steht immer viel an, sodass weniger Zeit zum Verschnaufen bleibt. Wenn dann aber am Abend klar ist, dass wir gute Lösungen für die verschiedenen Herausforderungen gefunden haben, dann kann man mit Stolz auf einen solchen Tag zurückblicken.?
Das funktioniert natürlich nur wegen den sehr guten Mitarbeiterinnen und?Mitarbeitern im Rathaus und den vielen Menschen in Vechta, die?anpacken und ohne großen Diskussionen Lösungen finden.
Wie schalten Sie nach einem langen Arbeitstag ab?
Kristian Kater: Zeit mit der Familie hilft sofort. Und ganz ehrlich: Wäsche zusammenlegen beruhigt mich total. Keine Termine, keine Entscheidungen - einfach falten und fertig.
Wenn Sie Besuch aus einer anderen Stadt bekommen - wohin führen Sie ihn als Erstes?
Kristian Kater: In die Innenstadt. Dort ist immer Leben, man bekommt alles und findet schnell ein nettes Café, Restaurant oder eine Kneipe. Besonders unser Weihnachtsmarkt hat sich richtig gut entwickelt.
Die Menschen kommen aus der ganzen Region zu uns. Es war eine gute Entscheidung den Platz durch die Sperrung zu vergrößern. Es zeigt sich, wie gut der Markt angenommen wird und die gesamte Stadt profitiert.
Geselligkeit pur. Das ist einfach typisch Vechta.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Vechta?
Kristian Kater: Dass wir so bleiben, wie wir sind: menschlich, modern und bodenständig. In den letzten Jahren haben wir viel aufgebaut und weiterentwickelt - von der Universität und PHWT über Schulen, Kultur, und Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung, neuer Wohnraum bis hin zu starken Unternehmen. Das macht uns aus.
Wir dürfen uns aber nicht ausruhen. Wir müssen weiterhin mit Verantwortung und Vernunft die richtigen Entscheidungen für unser Vechta treffen. Ich bin mir aber sicher, dass wir das gemeinsam hinbekommen werden.
Was war Ihr schönstes Erlebnis als Bürgermeister bisher?
Kristian Kater: Es gibt viele schöne Momente, aber besonders berührt mich immer, wenn Menschen mir ihr Vertrauen zeigen - sei es beim Stoppelmarkt, bei Jubiläen, im Supermarkt oder einfach auf der Straße. Das gibt mir unglaublich viel zurück.
Was war der witzigste Moment in Ihrem Amt bisher?
Kristian Kater: Definitiv der Besuch bei der über 100-jährigen Dame, die so fit aussah, dass ich fragte: "Und wo ist Ihre Mutter?" - Da wurde viel gelacht.
Gibt es etwas, das Sie im Alltag immer wieder überrascht, selbst nach vielen Jahren im Amt?
Kristian Kater: Ja: wie herzlich und unkompliziert die Menschen hier sind. Egal wie voll der Kalender ist - irgendwer zaubert einem immer ein Lächeln ins Gesicht.
Gibt es ein Projekt oder eine Initiative, auf die Sie besonders stolz sind?
Kristian Kater: Auf die Abschaffung der Anliegerbeiträge, die Entlastung bei den Kitagebühren und unsere großen Infrastrukturprojekte - vom Straßen- über den Schulbau bis hin zum Klinikneubau.
All das haben wir gemeinsam entschieden und all das hat Vechta nachhaltig vorangebracht und das Leben der Menschen hier vor Ort verbessert.
Welche lokale Sportart oder Vereinskultur finden Sie besonders spannend?
Kristian Kater: Ich erlebe wie aktiv unsere Vereine sind, sich neue Vereine gründen oder auch neu erfinden. Davon bin ich einfach beeindruckt. Ob Basketball, Volleyball, Handball oder Fußball: Wir sind echt gut aufgestellt. Es zeigt sich was aus Leidenschaft und Engagement entstehen kann.
Nur so können wir unsere großartigen Sportanlagen mit Leben füllen und überregionale Erfolge erzielen. In Vechta sind ca. 1/3 der Menschen in Sportvereinen Mitglied darüber hinaus in zahlreichen anderen Vereinen. Mit der Vielfalt an Vereinen lebt unsere Gemeinschaft. Egal ob Sport, Musik, Schützen, Karneval
. Für jeden ist etwas dabei.
Haben Sie eine Lieblingsveranstaltung in Vechta, auf die Sie sich jedes Jahr freuen?
Kristian Kater: Na klar: den Stoppelmarkt! Da er nur einmal im Jahr stattfindet, freue ich mich außerdem auf die Schützenfeste, den Weihnachtsmarkt und alles, was die Menschen hier zusammenbringt.
Welche lokalen Künstler oder Musiker sollte man unbedingt kennen?
Kristian Kater: Wir haben viele talentierte Menschen - von jungen Bands über Malerinnen bis hin zu engagierten Kulturschaffenden.
Besonders beeindruckt mich, wie vielseitig und bodenständig die Szene ist. Ganz besonders sind die Auftritte von Buddy and Soul. Mit ihrer Musik haben Sie ganze Generationen geprägt und man spürt bei ihren Auftritten sofort eine große Verbundenheit zu unserer großartigen Stadt.
Gibt es etwas, das Sie sich von den Bürgerinnen und Bürgern wünschen würden?
Kristian Kater: Bleibt so wie ihr seid - engagiert, freundlich und bodenständig. Genau das macht Vechta aus.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit bleibt da überhaupt Zeit?
Kristian Kater: Wenn ich freie Zeit habe, verbringe ich sie mit meiner Familie. Mit vier Kindern ist immer Action - Langeweile kenne ich nur vom Hörensagen.
Gibt es einen Ort in Vechta, an dem Sie einfach mal durchatmen können?
Kristian Kater: Ganz klar: zu Hause.
Was wäre Ihr Traumberuf, wenn Sie nicht Bürgermeister wären?
Kristian Kater: Bürgermeister - ich mache den Job einfach gern.
Und zum Schluss: Was wünschen Sie sich persönlich für die nächsten Jahre?
Kristian Kater: Gesundheit, Zeit für meine Familie und dass ich weiterhin das Vertrauen der Menschen spüre. Das ist der größter Antrieb.








