Stadtblick: Jochen Steinkamp

Stadtblick: Jochen Steinkamp

Veröffentlicht am 02.09.2025


Seit zehn Jahren ist der Lohner Jochen Steinkamp auch in Vechta ein Gesicht: 2015 wechselte der studierte Politikwissenschaftler beruflich von Berlin zurück in die Heimat. Im Kreishaus an der Ravensberger Straße leitet der das Referat für Strategische Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Bekannt ist der 44-jährige aber vor allem durch sein politisches Engagement.


Jochen, was hat sich bewegt, Deinen Job in der Hauptstadt an den Nagel zu hängen und wieder in den Landkreis zurückzukehren?

Jochen Steinkamp: Berlin ist eine spannende und pulsierende Stadt. Ich durfte zwei Jahre als außen- und sicherheitspolitischer Referent mittendrin sein in der Bundespolitik. Für mich war aber immer klar, dass ich früher oder später wieder zurück in die Heimat möchte. Mein Herz hängt am Oldenburger Münsterland. Als der damalige Landrat Herbert Winkel dann einen Pressesprecher für die Kreisverwaltung suchte, habe ich sofort zugeschlagen.

Neben Deinem Beruf bist Du ja vor allem politisch aktiv, was ja viel Zeit in Anspruch nimmt. Was unternimmst Du gerne, wenn mal keine Termine anstehen?

Jochen Steinkamp: Mein größtes Hobby ist das Laufen, auch wenn ich gerade nicht so oft dazu komme. Am liebsten drehe ich abends im Hopener Wald meine Runden, aber auch im Füchteler Wald oder in Daren bin ich gerne unterwegs. Der Landkreis und auch Vechta haben eine sehr aktive Läuferszene. Das hat man auch beim letzten Stoppelmarkts-Lauf gesehen, der mit 230 Teilnehmern alle Erwartungen übertroffen hat.

Es kursieren erste Gerüchte, dass Du beim nächsten Pfarrfest von St. Mariä Himmelfahrt am 14. Septemberbeim Song-Contest auf der Bühne stehst. Stimmt das?

Jochen Steinkamp: Ja, nur verrate ich noch nicht, mit welchem Song. Eigentlich ist mein Bruder der beste Sänger in der Familie. Er singt in der Lohner Band "Autokorrektur", die in diesem Jahr einen eigenen Stoppelmarkt-Song herausgebracht hat. Ich bin aber mit solchen Auftritten vertraut. Während meiner Schulzeit habe ein Jahr in der Musical-AG mitgespielt und musste in der Rolle des Monsieur Dindon in "La Cage aux Folles" ein paar Strophen singen. Und ich wurde danach nicht wie der Barde Troubadix an den nächsten Baum gebunden.

Wo wir gerade über das Pfarrfest sprechen: Du bist auch in der Kirche aktiv, richtig?

Jochen Steinkamp: Da ist richtig. Früher war ich aber deutlich aktiver, zum Beispiel als Messdiener, als Jugendgruppenleiter oder als Betreuer im Zeltlager. Heute beschränke ich mein Engagement auf meine Aufgabe als Lektor in St. Josef in Lohne.

Gibt es noch andere Vereine, in denen Du Dich engagierst?

Jochen Steinkamp: Nein, dazu fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin Mitglied der überparteilichen Europa Union, der Kolpingfamilie St. Josef und des 1. FC Köln. In diesen Vereinen bin ich aber passives Mitglied, wie man so schön sagt. Das heißt, dass ich keine Verantwortung in Vorstandsämtern oder ähnliches übernehme. Wegen meines politischen Engagements muss ich ganz klare Prioritäten setzen.

Du hast Politikwissenschaft studiert. War das schon immer Dein Ziel oder hast Du auch über andere Berufswege nachgedacht?

Jochen Steinkamp: Natürlich habe ich nach dem Abi auch an andere Berufe gedacht. Ursprünglich wollte ich Journalistik studieren und habe mehrere Praktika in diese Richtung absolviert, beispielsweise bei einer kleinen Lokalzeitung in Bayern und bei einer PR-Agentur in der Nähe von München. Auch fürs Lehramt für Deutsch und Geschichte hätte ich mich begeistern können. Am Ende habe ich mich aber doch für Politikwissenschaft eingeschrieben, zunächst an der Universität Eichstätt und dann an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Kurz vorm Ende des Studiums habe ich dann noch die Chance genutzt, ein Auslandssemester an der Georgetown University in Washington D.C. zu verbringen.

Schauen wir wieder nach Vechta. Hast Du bestimmte Lieblingsorte in unserer Stadt?

Jochen Steinkamp: Da gibt es viele. Ich gehe in der Mittagspause gerne über die Große Straße und suche mir in den warmen Monaten ein sonniges Plätzchen, um einen Espresso zu trinken. Welpe und der Füchteler Wald gehören für mich auch zu den absoluten Lieblingsorten. Und natürlich – wie für fast jeden Menschen hier - der Stoppelmarkt.

Hast Du auch familiäre Bindungen nach Vechta?

Jochen Steinkamp: Ja, meine Eltern mütterlicherseits haben in Vechta gewohnt, zuletzt in der Klemensstraße direkt neben dem Kreishaus. Mein Großvater war als Obersteuerrat beim Finanzamt tätig und meine Mutter ist in Vechta aufgewachsen. Sie hat damals auch im Madrigalchor gesungen. Und mein Vater hat am Antonianum Abi gemacht. Es gibt also enge Verbindungen nach Vechta.

Wir bedanken uns für das Interview.

» zurück zur Übersicht

Anzeigenkunden der aktuellen Ausgabe
Autohaus WilkensWeissElektriller
cemore
Tumbrägel & Partner GbR
Arends e-Bikes GmbH & Co. KG
Dehlwisch
Honkomp Garten- und Landschaftsbau
Küche & Co